
Wegen dieses Werks wurde der junge Sindelfinger August Schäfer verfolgt, mit Steckbrief gesucht und floh er nach Straßburg - wo er 1836 zu früh verstarb...
(Verlegt wurde das Werk im liberaleren Mannheim - Schiller lässt grüßen.)
Präsentations- und Diskussionsforum zum Thema Poetische Orte in Sindelfingen und weitere Berichte über die Arbeit der Initiative. Achtung: Bitte beachten Sie, dass am Ende dieser ersten Reihe von Posts mit dem (kleinen) Hinweis "Ältere Posts" viele weitere Themen aufgerufen werden können.

Das allererste Kloster Sindelfingens bestand nur sehr kurz - aber da es ein Frauen– und Männerkloster gewesen ist, hat es wie überall die Phantasie beflügelt: Wer ist da ins Kloster hinein und wer ist aus dem Kloster hinaus? Heimlich, verbotenerweise, nachts. Die tiefen Keller vergangener Zeiten, oft miteinander fast labyrinthisch verbunden, die tiefen Brunnen dazu, ließen aufregende Bilder möglich werden: War nicht das Kloster mit dem See verbunden? Kam man vom ummauerten Kloster nicht auf geheimnisvollen Wegen in die ummauerte Stadt hinein? Dort hatte das Kloster ja Besitz, dort konnte man für nächtliche Stunden aufsteigen, denn der Propst schlief fest. Späte Heimkehrer berichteten erschauernd von huschenden Gestalten. Wir öffnen uns ein Tor in diese Zeit, indem wir in die zugemauerte Öffnung in der Stadtmauer ein Piranesi-Bild stellen. Abenteuerfilmgewohnt erschrecken wir vor den unterirdischen Abgründen seiner „Carceri“ kaum noch.![]() |
| Bürgermeister Gußmann (Originalporträt im Sindelfinger Stadtmuseum) |