Präsentations- und Diskussionsforum zum Thema Poetische Orte in Sindelfingen und weitere Berichte über die Arbeit der Initiative. Achtung: Bitte beachten Sie, dass am Ende dieser ersten Reihe von Posts mit dem (kleinen) Hinweis "Ältere Posts" viele weitere Themen aufgerufen werden können.
13 September 2015
03 August 2015
Magische Formeln in der Altstadt
| die magische Helix in der Abtgasse |
Ein Poetischer Ort erinnert an die Zeiten, als in und an den alten Fachwerkhäusern magische Formeln und Formen die vielen drohenden Unglücksfälle in dieser engen Welt beschwören sollten: Feuer, Krankheiten, Unfälle, Unwetter...
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| die alte Sator-Arepo-Formel auf dem Sockel |
| Bei der Aufstellung des Kunstwerks: die Künstlerin Heike Endemann und die hilfreiche Firma Walker. |
Denn beim Nachdenken über die an die Form der menschlichen DNA erinnernden Helix kommt eine ganz moderne Erkenntnis ins Spiel: Die Tatsache, dass auch die heutigen wissenschaftlichen Formeln und Formen einen klaren magischen Charakter haben. Denn in ihrer mathematischen Form und Abstraktion stellen sie auch nur Symbole dar, die die Struktur unserer Welt nur scheinbar präzise wiedergeben. Denn die ist nicht erkannt und wird vielleicht auch nie erkannt werden. So ist die nobelpreisgewürdigte Helix nicht die Lösung des Geheim-nisses des Lebens, sondern sie ist das Geheimnis des Lebens.
(Kultur am Stift bedankt sich bei allen Unterstützern dieses Projekts, insbesondere auch für eine Spende von der Stiftung der Landesbank Baden-Württemberg - LBBW.)
25 November 2014
Ein Brief aus Magdeburg
Zu Beginn der Veranstaltung wurde eine Grußadresse aus Magdeburg verlesen. Der Sohn des Carl Krayl, Bruno Krayl, hatte dabei auch einen Auszug aus den
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| Carl Krayl |
„Da waren die Jahre vor dem Krieg, Zeit der Sorglosigkeit und des Werdens. Glück im Herzen, im Elternhaus, Glück und Zufriedenheit des Kindseins. Geborgensein des noch Unbewussten. Und doch gelegentlich schattenhafte Ahnungen von anderen Dingen und den anderen Seiten des Lebens. Viel Begeisterung und guten Fortschritt im Beruf. Voller Blick auf ein weites Feld der Ideale. Höhere Aussichten und Ahnungen nach höheren Dingen.“
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| Magdeburger Architektur von Carl Krayl |
31 August 2014
Sindelfinger Kabinettscheiben
Im Sindelfinger Stadtmuseum findet sich eine kleine, aber außergewöhnliche Besonderheit, auf die unsere Gruppe Kultur am Stift aufmerksam machen will: Es sind die Reste von einem bemalten Fenster des Ratssaals im ehemaligen Alten Rathaus in der Altstadt.
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| Der Vogt, der Schreiber und drei Räte - im Stadtmuseum zu sehen (Abbildungen mit Dank an das Stadtmuseum) |
Deshalb wurden die im Alten Rathaus noch erhaltenen Scheiben ans Stuttgarter Königshaus verkauft, das - für die Sindelfinger wohl unverständlich - solche "altdeutschen" Stücke sammelte. Die schönen kleinen Sindelfinger Scheiben wurden mit anderen zusammengekauften "Kabinettscheiben" in die Fenster des Jagdschlosses im Klosterkomplex Bebenhausen eingebaut. Diese Originale kann der Besucher noch heute im sogenannten "Blauen Salon" sehen.
Also sind die Scheiben im Sindelfinger Stadtmuseum Kopien, eigens 1978 hergestellt, um an eine vergessene Vergangenheit zu erinnern. Was erzählen sie nun?
Der Vogt, dieser weitaus wichtigste Mann im damaligen Sindelfingen, ist im Bild und mit seinem Wappen zu sehen: Es ist Martin Alluny, der aus Siebenbürgen, damals also Ungarn, stammte. Neben ihm die zweitwichtigste und hoch gebildete Person: der Stadtschreiber. Das war 1661 der gerade ins Amt gekommene David Löhr, der Nachfolger seines Vaters war. Als Bürgermeister tauchen der Wundarzt Eisenlohr, der Schmied Michael Betz, der Zeugmacher Georg Seibold und mit einem Schaf im Wappen der Müller und "Salzmeister" Zacharias Schäfer auf.
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| die drei wichtigsten Sindelfinger Amtspersonen: der Vogt, der Stadtschreiber, der Bürgermeister |
Man erkennt an den erhaltenen Scheiben, dass neben diesen Personen auch der gesamte Rat und das sogenannte "Gericht" dargestellt worden waren. Ihr Ornat und ihre jeweiligen Amts- oder Berufsattribute in ihren Händen zeigen, dass die Stadt den Künstler mit der repräsentativen Darstellung einer offiziellen Amtsversamm- lung beauftragt hatte.
Bei der Betrachtung dieser Scheiben erkennen wir, dass auch zu der kleinen Ackerbürgerstadt Sindelfingen bis ins 18. Jahrhundert die repräsentative Ausschmückung von Gebäuden - amtlichen oder privaten - gehört hat. Man hatte nicht nur Spaß am farbigen Aus- druck, sondern wollte auch mit bewussten Hinweisen durch Symbole und Allegorien auf die Bedeutung politischer und kultureller Strukturen hinweisen.
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| Die Schaffhauser Scheibe mit einer pädagogischen Erzählung aus dem Altertum im Zentrum |
Dies nimmt uns aber nicht die Freude an unseren Sindelfinger Scheiben.
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| der fleißige Stadtschreiber Löhr |
08 August 2014
Das Skriptorium: Neueinrichtung im Jahr 2014
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| der neue Raum im Chorherrenhaus |
| Eberhard und Mechthild: Sohn und Mutter |
| die Chorherren in einem Fenster der Tübinger Stiftskirche und des Sindelfinger Skriptoriums |
So wird das Skriptorium - neben seiner Hauptfunktion als Ort eines mittlerweile 12-jährigen Grundschul-Projekts - allmählich auch zu einer eindrucksvollen und einzigartigen Ergänzung des Erlebnisses "Martinskirche und ihr Stiftsquartier".
07 August 2014
Ein Poetischer Ort am "Armesünderfriedhof"
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| einst ein verrufener Ort - heute städtische Grünanlage... |
Am Freitag, dem 23. Mai 2014 wurde ein weiterer Poetischer Ort in Sindelfingen eingeweiht: am einstigen, so genannten "Armesünderfriedhof", am Klostersee gelegen.
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| Karte des 17. Jahrhunderts |
Ein einfacher, aber außergewöhnlicher Grenzstein
Wie schon einmal erwähnt: Unsere Initiative Kultur am Stift kümmert sich seit langem um die historischen Grenzsteine Sindelfingens und der Umgebung. Nach Anregung von uns und in bester Zusammenarbeit mit dem Vermessungsamt und dem Sindelfinger "Stadtgrün" wurde nun im Juli 2014 ein außergewöhnlicher Grenzstein im Propsteigarten aufgestellt. Auf der kleinen beigefügten Informationstafel heißt es:"Dieser Grenzstein stand einst innerhalb der Sindelfinger Markung. Denn er grenzte mit anderen Steinen eine Wiese ab, die nicht weit entfernt an der Wurmbergstraße 31 lag. Das Nutzungsrecht für diese Wiese gehörte vor langer Zeit dem Propst des Sindelfinger Stifts. Nach der Reformation aber durfte der Verwalter des Stifts, das dem Herzogtum und später dem Königreich Württemberg gehörte, diese "Besoldungswiese" für sich nutzen; der Stein trägt deshalb die württembergische Hirschstange. Ein solcher spezieller Grenzstein erzählt also von alten Zeiten und ist sehr selten. Nun hat er seinen Platz hier im Garten, an dem sich einstmals die Pröpste und die Stiftsverwalter erfreuten."
Und hier links sind zwei der Sindelfinger Forscher zu sehen. In nachdenklicher Betrachtung des in tiefer Waldklinge gelegenen Steins Nr. 100 versunken - so versunken, wie es dem gestürzten Stein am Sommerhofenbach drohte. Aber er wurde schließlich doch gerettet... Seit im Sommerhofental, dort wo es an den "Winterhalde" genannten Wald grenzt, ein beschilderter Informationsweg zum Thema "Sindelfinger Grenzsteine" eingerichtet worden ist, erkennen wir hier in Sindelfingen
einen besonders engagierten Umgang mit diesen wichtigen Kleindenkmalen, die so viel über unsere Vergangenheit erzählen können. Wenn man sie lässt...
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| ein mächtiger Stein - in einsamster Lage |
09 März 2011
Tausend Jahre Sindelfinger Geschichte
Uli Mülbe in der Rolle des berühmten Chorherrn
Wir waren zufrieden: Weit über 200 Besucher fanden am 25. Februar 2011 den Weg in den Stiftshof, um unsere historischen Szenen zu erleben. Wie immer, war unser Anspruch nicht gering:
Denn die kleinen Szenen sollten nicht nur über ein historisches Geschehen informieren, sondern auch versuchen, den kultur- und geistesgeschichtlichen Hintergrund anzureißen. Also hier die Frage zu stellen: "Warum stiftet Adalbert einen Kirchenneubau und ein Kloster? Welche existenziellen Ängste wühlen einen solchen Herren über Leben und Tod auf?"
Einen roten Faden gab es bei den Szenen: Wir wollten zeigen, dass viele historische Ereignisse nicht einfach nur geschehen, sondern durch einen für ihre Zeit typischen theologischen oder philosophischen Hintergrund geprägt werden. Beispielsweise: Warum entwickelt sich mit der Gotik ein Baustil, der so völlig anders wirkt als sein Vorgänger Romanik? Ist der Wunsch nach mehr Licht in der Kirche auch ein Wunsch nach mehr Licht der Erkenntnis? Lassen wir hier zwei Chorherren sprechen:
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| Intensive Diskussion zweier Chorherren |
A: Nun, man wird sehen, ob in der Martinskirche nicht eines Tages statt des in düsterem Gold drohenden Chors ein feingliederiger, farbensprühender von der neuen Zeit sprechen wird.
B: Oh, mein Gott!
Auch die Szene zur Reformation in Sindelfingen oder das Tagebuch des durch den Dreißigjährigen Krieg aufgewühlten und verstörten Stadtschreibers wollten auf die Bedeutung hinweisen, die die jeweiligen Weltsichten auf die Abläufe der Geschehnisse ge-habt haben. Sogar eine so scheinbar unbedeutende Tatsache wie die Aufnahme eines Mädchens in die Realschule hing natürlich von der "Philosophie" der Beteiligten ab. Und dass der Schulrektor den eigenwilligen Warmbronner Bauerndichter Christian Wagner kannte und besuchte, gibt einen Hinweis auf seine Haltung.
Unser kleines philosophisches Schlussgespräch sollte aufzeigen, dass diese Diskussion natürlich auch heute noch aktuell ist; dass sie aber leider durch die auch bei Naturwissenschaftlern vorherr-schende materialistisch geprägte Weltsicht in den Hintergrund gedrängt wird. Dabei finden wir mit einer ganzen Reihe von heutigen Quantenphysikern durchaus nachdenkliche und kritische Wissen-schaftler, die sich Sorgen um den Zustand unserer Welt machen...
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| Die zwei letzten Mönche in Sindelfingen vor ihrer Vertreibung |
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| Realschulrektor Kälber und seine wissbegierigen Schulkinder |
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| eine Stadtführerin fragt den verblüfften Schultheiß aus |
28 Mai 2010
MAUERGESCHCHTE(N)
| am Chor der Martinskirche |
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| die Pfarrfrau Else (für einen kleinen Film unten klicken) |
15 Februar 2010
Die rasende Veränderungen der Lebenswelt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts drohten zu sozialen Katastrophen zu werden - das sah er früh. Im Paris der 30er Jahre - im Schmelztiegel neuer, auch utopischer Ideen; zwischen Tausenden von politischen Flüchtlingen - begeisterte sich Grieb für die Ideen des Frühsozialisten Charles Fourier. Er wurde nach New York geschickt, um auch dort für die utopischen, genossenschaftlichen Lebens- und Arbeitsformen des berühmten Franzosen zu werben - zum Beispiel im noch unerschlossenen Texas.
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| Modell von Fouriers utopischer Siedlung "Phalanstères" (aus August Bebels Buch über Fourier) |
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| unser englischer Freund: Kenneth Grieb |
13 März 2009
Veit Hellers Umgangsbücher
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| Veit Hellers Bücher in der Ausstellung |
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| aus dem Archiv: das "Umgangsbuch" von 1717 |


12 März 2009
Ausstellung 2007
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| in der Ausstellung |
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| in der Ausstellung: originale historische Grenzsteine |
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| ein schöner Stein von 1601 direkt am Katzenbach |
Ein nachträglicher Bericht: Im Jahr 2007 erregte die Ausstellung von Kultur am Stift "Einsamkeit und Poesie der vergessenen Grenzsteine" großes Aufsehen. Uralte Grenzsteine in verlassenen Waldklingen erzählen von vergangenen Zeiten: Als der Wald noch so wichtig war, dass die Ortsgrenzen durch den Wald mit großem Aufwand gesichert wurden, um Waldnutzungen durch andere zu verhindern; als Klosterbesitz und Besitz von Rittergütern Land und Leben unserer Gegend prägten; als manche Grenzen noch gar nicht endgültig fixiert waren.
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| Herr Schleh, ein Grenzstein und Kinder der Grundschule Sommerhofen |
10 März 2009
Viele Besucher im Klosterladen

Die Bauhütte an der Martinskirche im Jahre 1270
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| bestaunt: Kinder bearbeiten Grenzsteine |
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| Steinmetz Peter Volz |
Im Jahr 2008, dem Jubiläumsjahr der Martinskirche, wurde das 925-jährige Bestehen dieser uralten, romanischen Kirche gefeiert. Kultur am Stift organisierte im Juni eine Bauhütte, die an den Bau der Sakristei im Jahre 1270 erinnern sollte. Alte Handwerke, die an einer solchen Bauhütte beteiligt waren, stellten sich einen Tag lang vor. Große Aufmerksamkeit hat natürlich der Sindelfinger Steinmetz Peter Volz erregt, der an einem Steinstück arbeitete, das tatsächlich in die östliche Chorwand eingesetzt werden kann. Eine historische Szene ließ zwei Chorherren heftig über das Projekt eines Neubaus der Sakristei diskutieren: Soll man das Geld für einen prächtigen, gotischen Neubau ausgeben - oder soll schwäbisch-sparsam die Sakristei der neuen Zeit nur vorsichtig angepasst werden?
Eine außergewöhnliche Aktion war auch der Guss eines kleinen Glockenmodells, das an diesen Tag, an dem auch Seiler, Keramiker und Zimmerleute zu bewundern waren, erinnern soll.
Kinder arbeiteten als Steinmetzen, die Grenzsteine bearbeiteten. Weil es um die Grenzen des historischen Stifts ging, arbeiteten die Kleinen in Mönchskutten - voller Begeisterung in dieser "verantwortungsvollen" Rolle.
20 November 2007
Am Chorherrenhaus
28 Mai 2006
Endlich: der erste Poetische Ort!

Endlich ist der erste Poetische Ort eingeweiht worden! Am 20. Mai 2006 - einem kühlen Samstagabend - wurde Klaus Kuglers Bild, das er für die Nische in der Stadtmauer am Schaffhauser Platz entwickelt hatte, der Öffentlichkeit präsentiert.
Der Text von Jutta Rebmann für die Kreiszeitung Böblingen berichtet eindrucksvoll über diesen Abend und soll hier (etwas gekürzt und mit Dank an die Zeitung) wiedergegeben werden:
"Mein herzliebstes Städtele, bischt e args Hettele
Sindelfingen - Noch ließ sich im langsam verdämmernden Tageslicht die efeubewachsene Stadtmauer am Schaffhauser Platz in Umrissen erkennen, als klagende Flötentöne etwas Besonderes ankündigten: die Einweihung des ersten poetischen Ortes in Sindelfingen. Trotz nicht gerade einladenden Temperaturen und immer wieder einsetzendem Nieselregen war die Menge der Schaulustigen am Samstagabend ansehnlich. Horst Zecha, kommissarischer Leiter des Kulturamtes, dankte allen am Zustandekommen des lange gewünschten Ereignisses beteiligten Personen und Institutionen. So der Initiative "Kultur am Stift", Dr. Peter und Ursula Hein, den Initiatoren des Sindelfinger Handwerkermarktes, die eine Finanzierung des Projektes aus den Erträgen des Handwerkermarktes möglich gemacht hätten. Ideengeber sei Klaus Philippscheck. In seinen Dank schloss Zecha auch den Simmozheimer Künstler Klaus Kugler ein, der die Vorlage für das in einer Nische der Stadtmauer angebrachte Kunstwerk lieferte.
Mit der Initiative "Poetische Orte" solle nach und nach eine Wegverbindung historischer Orte geschaffen werden, die die Betrachter zum Nachdenken anregen will. Auch Vertreter der Initiative "Kultur am Stift" und Dr. Peter Hein wandten sich in Ansprachen an die Schaulustigen, die immer wieder ihre Regenschirme aufspannen mussten. Danach enthüllte Klaus Kugler das Bild, das hinter einem schmiedeeisernen Gitter künftig Gäste und Einwohner der Stadt zum Nachdenken anregen und neue Sichtweisen auf ihr Lebensumfeld aufzeigen will.
Sich hineinfinden in die Geschichte eines Ortes, dem Vergangenen nachspüren, seine spezifischen Eigenheiten entdecken und für sich selber umsetzen. Poesie verzaubert die Gegenwart und lässt ein Erfahrbarmachen der Vergangenheit zu. Im Anschluss an die Enthüllung begann ein durch Licht, Wort und Ton gestaltetes Schauspiel, in dem sich Allegorien und historische Ereignisse seltsam unwirklich miteinander verbanden." Thema war der Blick durch die Stadtmauer, hinüber zum Stift und dieser ganz anderen Welt - gleich außerhalb der eigentlichen Stadt: ein geheimnisvolles Bild, magisch, mythisch.
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| Blick hinüber zur Martinskirche |
22 Januar 2006
August Schäfer
03 Januar 2006
Ein Sindelfinger Ratsschreiber namens Löhr...

Im 17. Jahrhundert ist die Sindelfinger Obrigkeit auf flott und locker gemalten Fensterbildern des Rathauses festgehalten worden. Sindelfingen war eine eigene Oberamtsstadt geworden und entsprechend stolz war man. Schade, dass die ganze Serie der Fensterbilder im frühen 19. Jahrhundert an das Königreich Württemberg verkauft wurde. Heute zieren nur einige Kopien die Fenster des Stadtmuseums - aber immer noch sehr interessant!
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Ein Brief aus Magdeburg Am Volkstrauertag 2014, den 16.11., stellte "Kultur am Stift" die szenische Collage "Zwei Sindelfi...
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Um diese Frage für Sindelfingen beantworten zu können, müssen wir in die Geschichte des Hauses Corbeil-Essonnes-Platz 8 schauen. Zu diesem...





































